Thomas Wrede. Sceneries

Zum diesjährigen Duesseldorf Photo Weekend zeigt Beck & Eggeling International Fine Art – anknüpfend an die erfolgreiche Überblicksausstellung »Thomas Wrede. Sceneries« in der Von der Heydt-Kunsthalle in Wuppertal letztes Jahr – eine retrospektiv angelehnte Ausstellung mit Thomas Wredes Arbeiten zum Thema Landschaft und Natur sowie neuen Arbeiten.

Alles eine Frage der Perspektive. Die Erkenntnis, dass die Perspektive die Wahrnehmung und letztlich unser Bild von der Realität beeinflusst, spiegelt sich auf subtile Weise in den Fotografien von Thomas Wrede wider. Wrede schafft neue Bildwelten, die nur durch die Fotografie und in der Fotografie existieren. Im Spannungsfeld von Inszenierung und Wirklichkeit, von Wahrheit und Illusion, Realität und Fiktion fordern diese „Scheinwelten“ eine Bewusstwerdung darüber, was wir sehen und wie wir sehen. Seiner Bilder brechen unsere von Erwartungen geprägten Wahrnehmungsgewohnheiten. Zugleich wird der Wirklichkeitsanspruch der Fotografie hinterfragt.

In seiner bekanntesten Serie »Real Landscapes« konstruiert Wrede Szenerien, die sich dem Betrachter als eindrucksvolle Landschaftsaufnahmen präsentieren. Die Fotografien zeigen einen Moment vermeintlich vertrauter Wirklichkeit, scheinbar wiedergegeben ohne jede Künstlichkeit oder Inszenierung. Die Orte wirken auf den ersten Blick real. Doch die Illusion in seinen Bildern ist nie vollkommen, und so tauchen plötzlich irritierende Brüche auf. Seltsam exponiert wirken die detailliert gestalteten Miniaturwelten vertrauter Architektur-, Straßen- und Naturszenerien in den realen Landschaftsräumen. Die Täuschung entsteht hier durch das Verwischen der Grenzen von verschiedenen Wirklichkeitsebenen in der Fotografie. Der zumeist panoramatische Blick weckt Assoziationen an Landschaften der romantischen Malerei.

In seinenverschiedenen Werkseri...

Alles eine Frage der Perspektive. Die Erkenntnis, dass die Perspektive die Wahrnehmung und letztlich unser Bild von der Realität beeinflusst, spiegelt sich auf subtile Weise in den Fotografien von Thomas Wrede wider. Wrede schafft neue Bildwelten, die nur durch die Fotografie und in der Fotografie existieren. Im Spannungsfeld von Inszenierung und Wirklichkeit, von Wahrheit und Illusion, Realität und Fiktion fordern diese „Scheinwelten“ eine Bewusstwerdung darüber, was wir sehen und wie wir sehen. Seiner Bilder brechen unsere von Erwartungen geprägten Wahrnehmungsgewohnheiten. Zugleich wird der Wirklichkeitsanspruch der Fotografie hinterfragt.

In seiner bekanntesten Serie »Real Landscapes« konstruiert Wrede Szenerien, die sich dem Betrachter als eindrucksvolle Landschaftsaufnahmen präsentieren. Die Fotografien zeigen einen Moment vermeintlich vertrauter Wirklichkeit, scheinbar wiedergegeben ohne jede Künstlichkeit oder Inszenierung. Die Orte wirken auf den ersten Blick real. Doch die Illusion in seinen Bildern ist nie vollkommen, und so tauchen plötzlich irritierende Brüche auf. Seltsam exponiert wirken die detailliert gestalteten Miniaturwelten vertrauter Architektur-, Straßen- und Naturszenerien in den realen Landschaftsräumen. Die Täuschung entsteht hier durch das Verwischen der Grenzen von verschiedenen Wirklichkeitsebenen in der Fotografie. Der zumeist panoramatische Blick weckt Assoziationen an Landschaften der romantischen Malerei.

In seinen verschiedenen Werkserien reflektiert Wrede die Sehnsucht nach der Natur und stellt gleichzeitig die Frage nach ihrer medialen Vermittlung und ihrem Abbild. In der Serie »Wrapped Landscapes« finden sich die Sehnsuchtsbilder in Fotografien von Modelleisenbahn-Bäumen, abgelichtet innerhalb ihrer Verpackungen vor Landschaftsfolien, wie sie gewöhnlich in Modellbahn-Zubehörpackungen präsentiert werden. So schafft der Künstler originelle Bild-im-Bild-Kompositionen, wundersame Landschaftsbilder, deren Künstlichkeit sich nicht verbergen lässt.

Durch das Bild im Bild entstehen auch in seiner Serie »Domestic Landcapes« vielschichtige Räume. Wrede fotografierte Fototapeten, die früher einmal sehr verbreitet waren, in deutschen Wohnungen. Auf eigenwillige Weise verbinden sich die vermeintlichen Außenansichten mit den Innenräumen und dessen Mobiliar zu einem neuen Gesamtbild.

Die Bilder der Serie »Seascapes« schließlich zeigen reale Strandszenen. Mit dem Blick in die Ferne und der endlosen Weite der Strände spiegeln diese Panoramabilder die Ästhetik des Erhabenen wider. Zugleich irritieren sie. Plötzlich wirken die Menschen wie Miniaturen in dem schier grenzenlosen Naturraum.

Wirklichkeit oder Kulisse? Wie sich Realität und Fiktion vermischen lassen, zeigen die Arbeiten von Thomas Wrede. Die Magie seiner Fotografien verdankt sich einem gekonnten Zusammenspiel von Perspektive, Licht und technischer Perfektion.


Duesseldorf Photo Weekend
Sonderöffnungszeiten:
08.03., Fr: 18–22 Uhr
09.03., Sa: 12–20 Uhr
10.03., So: 12–18 Uhr

Videos

»Thomas Wrede – Sceneries«, Von der Heydt-Kunsthalle, 2018

24. Juli 2018

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